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Spurensuche - Wasserkraft im Lenninger Tal

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 Meine erste Berührung mit der Wasserkraft im Lenninger Tal, hatte ich im Mai diesen Jahres, als ich das Sägewerk und die Parkettfabrik fotografiert habe. 

 

Nachdem ich inzwischen noch auf die Baumwollspinnerei Leutze gestossen bin und im Zuge dessen durch einholen von Informationen auf die Geschichte der Wasserkraft des Tales gekommen bin, habe ich mich auf den Weg gemacht, die Spuren der vergangenen Zeiten zu suchen und in ihrem derzeitigen Zustand zu dokumentieren.

Ausgelassen habe ich alle Firmen die noch in ihrer ursprünglichen Nutzung in Betrieb sind.

 

Schnell habe ich festgestellt, das die Betriebe und Mühlen, bis vor die Ortsgrenze von Owen sehr schlecht bis gar nicht beschrieben sind.

Das "Lauterbuch" von Heiner Köbel, soll die Mühlen und Ihre Geschichte beschreiben ist aber nicht mehr zu bekommen.

 

 

 

Durch Tipps aus der Facebookgruppe "Schwäbische Alb - Bildschöne Erlebnisse" und Gesprächen mit Anwohnern, war es dann doch möglich viele Spuren zu finden und einige Geschichten aus der Zeit zu erfahren.

 

Trotzdem bleibt mir vieles Verborgen, über die Geschichte und die Geschichten zu den Spuren die ich gesammelt habe.

Am Ende waren es vier Touren und hunderte von Bildern und 30 min Aufzeichnungen mit dem Diktiergerät.

 

Für Ergänzungen zu meinen Recherchen oder Korrekturen, falls ich etwas falsch ermittelt habe bin ich natürlich sehr Dankbar.

 

Im Bericht habe ich versucht mich mit trocknen Zahlen etwas zurück zu halten und damit alles etwas füssiger, im laufe das Wassers zu gestalten. Am Ende sollen auch die Bilder sprechen.

 

Also lasst euch entführen, in die Geschichten und Bilder der noch vorhandenen Spuren vergangener Zeiten.

 

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Das Lenninger Tal

 

Aus den beiden Quellen der weißen Lauter bei Gutenberg und der schwarzen Lauter, bildet sich durch den Zusammenfluß beider, zwischen Gutenberg und Oberlenningen die Lauter

Die Lauter ist vom Zusammenfluss, bis zur Mündung in den Neckar ca. 27,5 Km lang, überwindet dabei ca. 214 Höhenmeter und weißt dadurch von der Quelle ab eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit die einer durchschnittlich Kraft von ca. 2400 PS ( 1770 kw) entspricht.

 

Dieser umstand erklärt auch die hohe Bedeutung die das Tal schon im Mittelalter hatte, gemessen an seiner Länge war die Lauter der intensivst genutzte Fluß im Königreich Württemberg.

 

Die Talorte mit ihrer wechselhaften Geschichte stammen, nach ihrer urkundlichen Erwähnung aus der Zeit von 1100 bis 1385 , schnell entwickelten sich Mühlen, sowie die Forellenzucht, die Mühlräder an der Lauter sorgten für eine Vorindustrielle des Handwerks und somit für stabile und gleichbleibende Lebens- / Arbeitsbedingungen im Tal.

Ab dem 16. Jahrhundert begann der Aufstieg des Tales durch Umwandlung der Lehnsmühlen, eine schnelle Entwicklung von verschiedensten Handwerksbetrieben durch die Mehrfachnutzung mit verschiedenen "Gängen" der Mühlen  waren die Folge.

 

Durch Aufkauf von Mühlen und Wasserrechten, Bündelung von Grundbesitz, Bau oder Erneuerung von Mühlkanälen und innovativen Wasserkraftanlagen, schritt diese Entwicklung schnell voran.

Das Jahr 1769 bezeichnet den Wandel in Richtung der industriellen Produktion, durch den Bau der Papiermühle in Oberlenningen. Durch die Übernahme der Mühle durch Wilhelm Scheufele 1855, begann der industrielle Aufstieg des Tales, mit der Industriallisirung und dem Aufkommen der Dampfmaschiene begann das langsam Ende der Mühlenzeit

Der Beginn der Stromproduktion mit Wasserkraft 1889, bedeutete für einige Mühlen das entgültige aus, einige wurden durch Wilhelm Scheufele aufgekauft oder die Wasser- und Gefällsrechte abgekauft um diese zur Stromproduktion einzusetzen.  

 

Heute bestimmen Turbinen und die damit verbundene Stromproduktion die Nutzung der WasserkraftLenningen hat sich 2015 mit dem Kauf des Netzes vom energieriesen EnBW gelöst und sich unter dem Dach der Albwerk GmbH, die Wasserkraft hat in dem Unternehmen eine hohe Bedeutung da hier auf regenerative Energieerzeugung der Focus gesetzt wird. Womit der Dezentralen Stromproduktion im Lautertal weiterhin auch eine hohe Bedeutung zukommt.

 

Gestern wie heute hat somit das Tal und seine Wasserkraft eine große Bedeutung, womit wir zurückkehren zu den Spuren von gestern.

 


Gutenberg

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Gutenberg liegt am Ursprung der weißen Lauter, die Wasserkraft am Ort, war bedingt durch das Gefälle so gewaltig, dass der Ort gemessen an der Anzahl der früheren Wasserkraft nutzenden Betrieben, der wohl bedeutenste Ort im Tal ist.

 1664 waren schon 4 Mahlmühlen geführt, 1842 3 Mahl- 2 Öl- und 1 Gyps-Mühle, 1900 wurden dann 4 Mahlmühlen, 4 Holzwarenbetriebe und 1 Wagnerei geführt.

 

 Heute zeugen noch Sperren, Wehre und Ober-/Unterirdische Kanalführungen von der hohen Anzahl der früheren Betriebe insbesondere entlang der "Oberen Mühlstraße".

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1. Stausee

 

Durch das Aquarell im Seehbuch von Jakob Ramminger von 1596 bin ich auf die Stauseen gestoßen,  einer  findet sich an der Quelle der weißen Lauter der Oberer See und am unteren Ende von Gutenberg der Unterer See.

 

Beide Seen werden das erste Mal 1398 erwähnt und 1442 als herrschaftlich württembergische Fischwasser bezeichnet. 

Die Seen wurden vermutlich, aus dem selben Grund, wie auch andere Seen in diese Zeit um die Versorgung der Herrschaften und Bevölkerung mit Fisch sicherzustellen.

Der hohe Bedarf an Fisch war u.a. in der vorreformatorischen Zeit, durch die Fastenzeit bedingt, in der Fleisch durch Fisch ersetzt werden mußte. 1623 wurden noch 600 Karpfen und 500 Forellen im Oberen See erfasst.

 

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1803  tauchen beide Seen noch in der Vermessung der Seen des Herzogtum Württembergs auf, wobei hier schon von einer beginnenden Verlandung des unteren Sees berichtet wird.

1826 ist der untere See nicht mehr in den Karten enthalten.

Spuren sind auch keine mehr Vorhanden, da sich inzwischen ein Wohngebiet auf dem Gebiet des ehemaligen Sees steht.

 

Der obere See wurde nach 1850 trocken gelegt. 

Auf Google Maps ist der der Verlauf der Staumauer noch gut zu erkennen. 

 

Wenn man Vorort nach Spuren sucht, fällt einem insbesondere der Bewuchs und der morastige Boden im Bereich des früheren Sees auf.

Die Spuren der Staumauer sucht man vergeblich. Einzig ein Markstein steht noch versteckt an der Stelle wo einstmals die Staumauer gestanden haben müsste.


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2. Sägewerk

 

Seit undenklichen Zeiten soll nur knapp 400m nach der Quelle der weißen Lauter ein Sägewerk gestanden haben.

Die Bewaldung ging früher bis weit in das Tal hinein, somit war der Standort ideal, da ein aufwändiger Transport von Baumstämmen nicht nötig war, diese konnten direkt vom Wald ins Werk geschoben werden.

1900 wurde das Sägewerk Reichle um eine Schnittholz- und Parkettfabrik erweitert, welches auf dem Standort der alten Sägemühle errichtet wurde. (dazu unter 3.).

 

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Die noch erhaltene Gattersäge "Optimal GDZ von Wurster + Dietz" läßt darauf schließen das das Sägewerk elektrifiziert wurde und das Werk somit nach 1964 noch bestanden haben mußte, da die Gattersäge erst ab 1964 hergestellt wurde und das Nachfolgemodell 1967 eingeführt.

 

Welchen Umfang, das Sägewerk hatte läßt sich auch nur aus den befestigten Flächen erahnen.  

Die ursprüngliche Sägemühle müsste auf dem Gelände der Parkettfabrik gestanden haben mit dem Bau der Fabrik und der Modernisierung des Sägewerkes an neuer Stelle wurde wohl auch der Wasserlauf verlegt, der aufgrund Karten von 1821 komplett anders verlief.

 

Warum und wann das Sägerwerk abgebrannt ist, konnte ich nicht ermitteln, vielen ist selbst die Existenz dieses Werkes unbekannt, die meisten kennen nur die Parkettfabrik.

 


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3.  Parkettfabrik

 

Auf die Parkettfabrik möchte ich nur kurz eingehen. Mehr dazu und weitere Bilder findet ihr im Blog Lost-Places- Fazination am Zerfall.

 

Der Betrieb wurde ca. 1900 eröffnet, anfangs mit Wasserkraft betrieben, war diese durch schnelle Expansion 1920 für den Betrieb nicht mehr ausreichend und es wurde eine Dampfmaschiene angeschafft.

 Eine weitere von Assmann & Stockert folgte 1946.

 

1968 wurde der Betrieb in der Parkettfabrik auf diesem Gelände eingestellt.

Das Gelände wurde danach von einer Palettenfabrik genutzt, bis zu einem Brand vor ca. 10 Jahren in der Maschienenhalle, danach wurde scheinbar noch bis 2013 in der verbliebenen Halle weiter produziert.

 

Diese Halle wird bis heute genutzt um Stück für Stück den Bestand auf dem Gelände zu zerlegen.

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4. Obere Mühlstraße

 

 "Aufgereit, wie Perlen an einer Kette stehen hier die Mühlen.", so beschrieben findet man die "Obere Mühlstraße". Im Ort gab es schon seit Gründung Mühlen. Angefangen mit der Sägemühle standen hier Mahl-, Schleif-, Öl- und Gipsmühlen.

Im Wandel der Zeit wurden aus vielen holzverarbeitende Betriebe. Doch trotzdem beendete die letzte Mühle erst Ende der 70er Jahre ihre Arbeit.

Der letzte Müller war dann auch Schultes in Gutenberg, im Volksmund Müllerschultes genannt.

 

Viele der Gebäude sind abgerissen oder durch Neubauten ersetzt worden. Auch die obere Mühle auf den Bildern schloß 1970 die Tore, die Neckarwerke installierten im Gebäude danach eine Turbine, ob diese noch in Betrieb ist konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

 

Auch bei anderen noch erhalten Mühlgebäuden, drehen sich heute keine Mühlräder mehr, sondern verrichten Turbinen ihre Arbeit, womit auch heute das Wasser nicht einfach nur zum Spaß das Tal runterlaufen darf.

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5. Kläranlage

 

Wasser ist leben und somit muß auch die Qualität des Trinkwassers gesichert werden. 

Mit der Industriallisierung rückte die Qualität des Wassers in den Vordergrund. Nach 1900 entstanden überall nach und nach Kläranlagen. 

Wann die alte Gutenberger Kläranlage entstanden ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Aufgrund der steigenden Anforderungen, wurde diese Ende der 70er Jahre Stillgelegt und eine neue größere Anlage weiter in Richtung Oberlenningen errichtet.  

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6. Aquädukt "Elefantentrog"

 

Der steigende Wasserbedarf der Oberlenninger Papierfabrik führte zwischen 1893 und 1921 zu einem Umgestalten des Oberlaufes der Lauter, um jeden Zentimter Gefälle für die Papierfabrik zu Nutzen.

 

Durch den Aufkauf der Wasserrechte der Schlattstaller Mühlen Sigel und Schillingen (untere Mühle) konnte das letzte und umfangreichste Projekt fertiggestellt werden.

 

Das eindrucksvollste Bauwerk ist das Aquädukt im Volksmund "Elefantentrog" genannt. Es führt das bei Gutenberg  abgezweigte Wasser der Weißen Lauter über die von Schlattstall kommende Schwarze Lauter um es dem Triebwerk Wachtelberg zuzuführen.

Das hierdurch erreichte Gefälle von 31,5 Meter treibt noch heute eine Turbine zur Stromerzeugung mit einer Leistung von 420 PS (200kw) an. 

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Schlattstall

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Der Ort liegt am Ursprung der der schwarzen Lauter, die mit viel Kraft ins Tal drückt, so das schon nach wenigen Metern die erste Mühle antrieb.

 

 

Über den Ort ist immer wieder zu finden, dass die Bewohner damals fleißig aber arm waren, aber die Forellen des Ortes werden lobend hervorgehoben.

 

Nach der urkundlichen Erwähnung durch die Herrn von Sperberseck, ist der Ort der jüngste im Lenninger Tal.  Von Anfang an muß es hier auch eine Mühle gegeben haben.

1433 werden beim verkauf von Mühlen und Gütern in Schlattstall  von den Herren von Hoffen an die Herren von Sperberseck schon 2 Mühlen erwähnt.

1438 ging der ganze Besitz der Herren von Sperberseck, dann an Henriette von Württemberg.

1884 wurden im Ort 2 Mahl-, 2 Öl- und 1 Gips-Mühle,  die Papiermühle wird auch erwähnt als sehr unbedeutend.

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Angespornt durch eine Sage, über einen goldgierigen Schäfer von Seeburg der in den  Stolleneingang des Goldlochs eingedrungen sei, aber von mannshohen Vögeln verjagt wurde und eines Müllerknechtes der mutig einen Klumpen Gold erlangen konnte um davon dann eine eigene Mühle zu errichten, gab es in Schlattstall einen Goldrausch. Zwischen 1824 und 1825 erlangte hierdurch Schlattstall eine bekanntheit weit über die Grenzen des Lenninger Tals hinaus.Wie an allen anderen Orten,  auf der Schwäbischen Alb wo man Gold vermutete, wurde aber auch hier kein Gold gefunden, noch heute gibt es immer wieder Menschen die sich erhoffen bei einem Besuch beim Goldloch doch noch ein kleines stückchen Gold zu finden.


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1. Brunnenhäuschen

 

Gleich neben der Quelle der Schwarzen Lauter befindet sich ein Brunnenhäuschen.

Entstanden ist dieses wahrscheinlich mit dem Neubau der Lauchermühle

 

Ein Brunnenhaus diente zur Sammlung und Filterung des Quellwassers. Durch wasserdurchläßigen Aufbau sammelte sich in dem Becken das Wasser, durch die Schleuse konnte der Abfluß zur Mühle hin reguliert werden.

 

Innen ist das Brunnenhäuschen in einem überraschend guten Zustand, von Aussen verfällt es zusehens. Eine Bedeutung für die Wasserregulierung hat es heute wohl keine mehr.

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2. Lautermühle

 

 An dem Standort der heutigen Lautermühle, müsste vorher die Obere Mühle, als Mahlmühle gestanden haben. Die Obere Mühle war die älteste Mühle am Ort, dem wahrscheinlich der ganze Ort seine Existenz verdankt. 1472 wurde die Mühle von Graf Ulrich von Württemberg, dem Vielgeliebten als Bannmühle für Grabenstetten an Conlin Löw zum Erblehen vergeben.

 

Die noch heute stehende Mühle wurde 1749 als Mahlmühle erbaut. Später wurde sie zur Feilenhauerei insofern als Schleifmühle betrieben. 

Mit Papier- und Gipsmühlen gehörte die Feilenhauerei zu den gesundheitsgefährdensten Arbeiten in den Mühlen.  Durch Staub und kaltes Wasser, wurden Silikose, Gicht und Rheuma verursacht. 

 

Heute wird das Gebäude als Galerie und Veranstaltungsraum eines Gasthofes genutzt. Das Mühlrad wurde lange Instandgehalten und war bis vor ein paar Jahren das letzte laufende Mühlrad im Tal. Heute steht auch dieses Still und verrottet langsam.

 

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3. Papiermühle

 

Versteckt und schon im starken Verfall begriffen, findet man die ehemalige Papiermühle und Pappendeckelfabrik. Die Geschichte des Gebäudes ist nicht zu ermitteln,wahrscheinlich 1503 erbaut und um 1920 im Zuge des Wasserrechtekaufes stillglegt. 

 

Bis vor ca. 270 Jahren war in dem Gebäude eine Ölmühle. Ausgehend vom Aufbau und der Lage des Gebäudes könnte es die noch älteste stehende Mühle im Tal sein.

  

Im Umfeld der Mühle fallen insbesondere, die noch erhaltenen Nebengebäude auf, bei den zwei Schuppen, die zur Trocknung der Pappendeckel gedient haben, enthalten noch die Konstruktion für die Aufhängung. 

 

Durch den starken Bewuchs, stößt man auf ein Stück Geschichte im Dornröschenschlaf, die Schaufeln des Mühlrades sind verfallen, noch weiter plätschert munter das Wasser in den alten Mühlkanälen.

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4. Forellenzucht

 

Schon im Mittelalter soll es an der Stelle einen See zur Forellenzucht gegeben haben.

Die Nachfrage nach den Schlattstaller Forellen war wohl recht groß, besonders da immer wieder die Fische von dort, die in dem sauberen, sauerstoffreichen Kartsquellwasser gedeien,  lobend in verschiedenen Berichten erwähnt werden.

 

Auch sollen diese Maßgeblich an der Idee der "Alb Forelle" als Markenzeichen  beteiligt gewesen sein.

Nach Aufgabe der Fischteiche aus nicht zu ermittelnden Gründen, fehlende Nachfrage kann fast ausgeschlossen werden, wurden noch vom Wirt des Gasthaus Hirschen, Forellen und Saiblinge in einem Faß im fliessenden Bach gezüchtet.

 

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5. Untere Mühle

 

Auf dieses Gebäude bin ich aufgrund der Eintragung als Mühle, auf einem Meßtischblatt vor 1900 gestoßen.

Zu dieser Zeit müsste die Mahlmühle noch in Betrieb gewesen sein. Das Gebäude stammt von 1843 und heute sind weder Postion des Mühlkanales noch die Lage des Mühlrades zu erkennen, aufgrund weiterer Informationen müsste auch diese im Zuge des Wasserrechtekaufes stillgelgt worden sein..

Ansonsten ist im Ort noch ein Mühlstein zu finden, der in der Nutzung als Spielgerät einen neuen Verwendungszweck gefunden hat.

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Oberlenningen

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Die Geschichte von Oberlenningen, wird dominiert von der Entwicklung der Papierfabrik Scheufelen, die auch die Nutzung der Wasserkraft von der heutigen Gemeinde Lenningen nachhaltig gestaltet hat.

 

Doch die Wassernutzung in Oberlenningen reicht viel weiter zurück, 1298 wurde hier erstmals eine Mühle erwähnt. 1400 wurde die verwaiste Mühle "ob dem Steg" die später als Obere Mühle erwähnt wird an das Frauenkloster zu Kirchheim verkauft.

 

1842 werden 2 Mahlmühlen, eine Gips- und eine Sägmühle erfasst. Auch die fabrikmäßig eingerichtete Papiermühle von 1769 wird aufgezählt.

 

Die Papiermühle wurde durch Vergabe einer Konzession an dem Bruder des Sägmüllers vergeben. In dieser war auch das Sammeln der Lumpen im gesamten Bereich des Kirchheimer Oberamtes enthalten, was für die Papierherstellung damals erforderlich war.

Mit der Übernahme der verwahrlosten Papiermühle 1855, durch den Lehrer Carl Scheufelen begann die Industrialisierung im Lautetal, auf dem Gelände der Papiermühle entstand die heutige Papierfabrik.

 

Die Wasserkraft war schnell nicht mehr aussreichend, womit diese durch Dampfmaschienen unterstützt wurde.

 

 

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 Darin liegt dann auch der wichtigste Faktor für die Thalbahn, die zum transport der Kohle für die Dampfmaschienen benötigt wurde. 

Das Jahr 1893 bezeichnet den Beginn des Endes der vieler Mühlen. Durch die kommende Elektifizierung, wurden die Kanäle der Papierfabrik umgelegt, wurden Gefälls- und Wasserrechte bzw. gleich die ganze Mühle aufgekauft um an die entsprechenden Rechte zu kommen. Das Wasser wurde zur 1898 erbauten Kraftstaion "Kugelbergle"  geführt. Noch heute dient das Kraftwerk zur Stromerzeugung, inzwischen unter dem Dach der Albwerke.

 


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1. Mittlere Mühle

 

Wann die Mühle gebaut wurde habe ich nicht ermitteln können. Auf den Meßtischblättern von 1826 ist das Gebäude schon verzeichnet.

Als erste Nutzung gibt es unterschiedliche Versionen, einmal soll es eine Ölmühle nach anderen Quellen eine Sägmühle gewesen sein.

Im Zuge des Ausbaus der Stromerzeugung wurde diese, durch Carl Scheufelen aufgekauft, mit einer Turbine ausgestattet sowie die Wasserzuführung umgelegt. Die Turbine ist noch heute funktionsfähig, aber wohl nicht mehr in Betrieb.

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2. Untere Mühle

 

Über die Untere Mühle steht wenig geschrieben.

Es war eine Mahlmühle und wird oft im Zusammenhang mit der Zehntscheuer erwähnt, gebaut wurde sie 1743, womit die Mühle zu einer der Ältesten noch stehenden im Tal gehört. 

 

1826 ist sie auf den Karten noch gut in der Nähe der Papiermühle mit eigenem Mühlkanal zu erkennen.

Im Zuge des Ausbaus der Papierfabrik nach 1855 wurde die Mühle aufgekauft, der Kanal rückgebaut und das Wasser der Papierfabrik zugeführt.

 

Danach wurde es als Wohnhaus genutzt, die letzte Bewohnerin in den 90er Jahren war eine im Ort sehr bekannte Frau mit vielen Katzen. Seitdem steht es leer.

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Unterlenningen

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So früh  in Unterlenningen eine Mühle erwähnt wurde, so lange hat es auch gedauert, bis weitere hinzu kamen.

 

Dieser Umstand ist wahrscheinlich dem geschuldet, das die älteste Mühle, schnell als Bannmühle ausgewiesen wurde.

 

1842 wurden nur 1 Mahl- und 1 Ölmühle verzeichnet, erst danach muß die kurze Zeit der anderen Mühlen begonnen haben. Am Ende der Mühlenzeit um 1900 rum verzeichnete Unterlenningen 2 Mahl- und 2 Ölmühlen, sowie eine Wasserkraft betriebene mechanische Werkstatt.

 

Der Mühlkanal  zweigte im Bereich der dortigen Kläranlage ab und verlief rechts der Lauter. Von diesem Kanal wurde die Alte Mühle, die Mahlmühle, eine Ölmühle und im weiteren Verlauf die mechanische Werkstatt betrieben. Vor der noch heute stehenden Mahlmühle zweigte ein weiterer Kanal ab,  lief offen in der Mühlstrasse,  bis zum Rathaus und trieb dort eine Ölmühle an. Das Wasser lief dann wieder in die Lauter und wurde dann kurz danach gestaut um den Kanal der Baumwollspinnerei zu speisen.


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1. Obere Mühle / Alte Mühle

 

Die Obere Mühle gab es schon im 13. Jahrhundert

Sie wurde schnell als Bannmühle wohl für den Bereich Unterleningen, was wohl auch die Ansiedlung weiterer Mühlen in Unterlenningen verhindert hat.

 

Im Zuge des Ausbaus der Papierfabrik wurde die Mühle um 1900 rum, von Carl Scheuffelen aufgekauft, um an die dringend benötigten Gefällsrechte zu kommen. Der Mühlkanal wurde dabei Rückgebaut und das Gebäude als Wohnhaus genutzt.

 

Das Gebäude stand später unter Denkmalschutz, wobei sich kein Käufer finden wollte, da die Kosten für die Instandsetzung durch die Auflagen des Denkmalamtes sehr hoch waren.

Zuletzt konnte das leerstehende Gebäude für eine D-Mark erworben werden. Durch die fehlende Instandsetzung brach das Gebäude zusammen, der Schutt wurde auf einen Haufen geschoben der noch heute die Position der ältesten Mühle von Unterlenningen einnimmt.


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2. Mahlmühle

 

Die Mühle ist ca. mitte 1800 rum entstanden. Vermutlich ist das Gebäude aber älter, da sich auf den alten Karten an dieser Stelle schon ein Gebäude findet

Anhand des Mühlradtypes (mehr dazu weiter unten) das es erst ab 1849 gab und der Aufzählung der Mühlen von 1848 worin nur die Bannmühle und die Öl-Mühle in der nähe des Rathauses.

Bis vor ca. 30 Jahren ist Rad gelaufen, am Ende wurden nur eine Säge und eine Apfelpresse betrieben.

Heute steht das Gebäude leer auch wegen einem Grundstückstreit ist die Zukunft ungewiss.

 

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Das Wasserrad der Mühle stellt eine Besonderheit da, das von Walter Zuppinger 1838 - 1844 (Patent 1849) entwickelte Rad,  es wurde entwickelt während er einem Entwurf zu einer Wasserturbine arbeitete.

 

Das Rad wird durch seinen hohen Wirkungsgrad,  selbst bei niedrigem Gefälle und stark schwankendem Wasserdruck , auch als Niedergefällsrad bezeichnet.

 

Das Zuppinger-Rad gilt technisch als der Übergang vom klassischen Wasserrad zur Turbine da. 

Noch heute wird das Rad an Wassermühlen und Kleinwasserkraftwerken bei schwierigen Bedingungen als Alternative eingesetzt.

 

Bei all den Vorteilen, die das Rad hat, ist dieses sehr Witterungsanfällig und Wartungsintensiv. Die Blecheinhausung, am Rad sollte diese Einflüße abschwächen. Grade Schnee und Frost für das Zuffinger-Rad insbesondere kritisch.

 

Urban; Urbex; Lost-Place; alt; verlassen; Old; Fotograf; Fotografie; Lenninger Tal; Lenningen; Mühle; Wasserkraft; Unterlenningen
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3. Öl-Mühle

 

Die Ölmühle war die letzte Mühle die in Unterlenningen gebaut wurde, ihre Entstehung wird um ca. 1870 angegeben.

 

Die Mühle wurde um die Jahrtausendwende abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt, welches mit einer Turbine Strom zur Eigenversorgung produzieren sollte.

Nach einem Einbruch des Gewölbekanales, wurde die Turbine beschädigt und steht heute still.

 

Von der Mühle zeugt nur noch die Eichmarke.

Diese Eichmarken wurden aufgrund eines Familienstreites ausgehend von den Besitzern der mechanischen Werkstatt gesetzt. 

Eine Eichmarke bestimmt auf welche Höhe max. das Wasser vor der Mühle aufgestaut werden darf. Normalwerweise um die Gefahr einer Überflutung des vorgelagerten Kanales zu mindern, in diesem Fall aber um die Wassermenge der nachvolgenden Wasserkraftnutzer sicherzustellen.


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4. Leutze / Baumwollspinnerei

 

1861 errichtete die aus Eningen stammende Textilhändler und seit Anfang des 19 Jahrhunderts auch Textilproduzenten Leutze in Unterleningen ein Werk zur Baumwollspinner und -weberei, das Werk ging 1863 in Betrieb.

 

Den Umstand der Standortverlegung, war die benötigte Wasserkraft, die in Unterlenningen aufgrund von Vorleistungen durch verschiedene Personen und Gesellschaften, seit 1842 erbracht aber nie genutzt wurden.

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Wie bei anderen schnell expandierenden Unternehmen im Tal, war die Wasserkraft auch hier nicht mehr ausreichend und 1866 wurde zusätzlich eine Dampfmaschiene eingesetzte.  

 

Die Dampfmaschinen wurden abgestellt, als das Tal mit einer Stromleitung vom neuerichteten Kraftwerk in Dettingen versorgt wurde.

 

 

Wann die noch heute im Gebäude befindlichen Turbinen eingebaut wurden, konnte ich nicht ermitteln, ad diese nicht weiter Beschrieben werden.

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 Dank Leutze & Scheufelen gibts auch die Bahnlinie, weil die ganze Heizkohle über die Schiene kam und das Papier via Schiene die Firma verlies.  C.A.Leuze nutzte die Bahn nicht so intensiv,  die Baumwollballen kamen mehrheitlich mit LKWs.

 Das Werk wurde 1995 stillgelegt, bedingt durch den Zusammenbruch der Textilindustrie.

Seit 2015 stehen Werk und Hallen zum Verkauf, momentan wurde das Objekt sporadisch zu Lagerzwecken genutzt. Direkt anggebaut sind neuere Gebäudeteile, die weiterhin als Lager für verschiedene Nutzer verwendet werden. 

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Brucken

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Brucken wird schon im Mittelalter erwähnt, den Namen hat es von der Lauterbrücke erhalten.

 

Der Ort liegt an der alten Römerstraße von Kirchheim nach Gutenberg, die genau über diese Brücke von Erkenbrechtsweiler ereicht werden konnte, was die Bedeutung des Ortes unterstreicht.

 

In dem kleinen Ort wurden 1842 eine Mahl- und eine Gipsmühle erfasst.

 

Ermitteln konnte ich nur die unten beschriebene, ursprüngliche Mahlmühle, der Standort der Gipsmühle ist weder aus Berichten noch alten Karten ersichtlich.

 


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Mahlmühle

 

Die Mühle wurde 1836 erbaut und als Mahlmühle betrieben.

 

Bis weit ins 20. Jahrhundert soll diese in Betrieb gewesen sein. Später wurden dann Wasserrad und Mühlsteine ausgebaut und eine moderne Turbine zur Eigenversorgung des Gebäudes installiert.

 

Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt, die Mahlsteine findet man noch vor dem Gebäude liegen.

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